ioo Millionen Noten, was nach Verhältniß der Volkszahl und des Circulationsbedarfs, besonders nach gänzlicher Tilgung des Papiergeldes, immer noch wenig ist, in Umlauf sezt, und davon anstatt bisher 5 s auch nur 4s Interesse bezieht: so macht solches blos durch die an den Noten gewonnene Interesse schon 4 Millionen. Und wenn sie ferner, um auf alle Fälle gefaßt zu seyn, von diesen 100 Millionen den 4ten Theil oder 25 Millionen in baarem Gelde feyernd und nutzlos in Cassa behält, und demnach die Interessen darauf verliert, so daß nur 3 Millionen Interessen verbleiben; so betragen schon allein diese unter die 5 o,ooo Actin: vertheilt, die bis jezt ausgegeben worden, und ungerechnet der sonstigen Revenuen, welche die Bank von ihrem Actien-Reserve - Fond als Interessen von der Regierung zu beziehen hat, 60 fl. :c. Aktien-Ertra- Dividende; so demnach mit der fixen Dividende von 3 o si. — 90 fl. in Allem, oder a 5 § die Interessen von 1800 fl. Capital macht.
Lohrmann über Gruithnisens Mondstadt.
(Beschluß Nr. 156.)
Erwägt bmihw«---
ad III. A., daß sich, im Bau des Mondkör- pcrs die Unebenheiten desselben in den runden Gruben, wie in den langen geraden Klüftungen und in den Bergzügcn, fast aller Orten regelmäßig formen; so ist es eher erlaubt, (wie schon vorher erwähnt,) anzunehmen, daß die Geräumte von der Natur, als daß sie von der Kunst gebildet sind.
Betrachtet man die Hoffnung des Hrn. Dr. G., die Seleniten, wenn sie in Masse durch die Geräumte ziehen, an den Farbabsätzen zu erkennen; so kann man muthmaßen, daß er sich die verschiedenen Heere derselben, wenn sie die von ihm gesehenen Mondfestungen erobern wollen, denkt und die Uniformen dieser Heere in den erwähnten Farbabsätzen unterscheiden zu können glaubt. Da nun aber der Mond gegen die Erde i3,5mal in der Fläche, und 49,zmal in Volumen kleiner, und kein Grund vorhanden ist, die Mondthiere und die Seleniten von so unverhältnißmaßiger Größe, als Hr. Dr. G. will, anzunehmen, im Gegentheil man
eher muthmaßen kann, daß diese in eben dem Verhältnisse zum Monde, wie die Erdbewohner zur Erde stehen werden; so ist es selbst bey der größt möglichsten Verschiedenheit der Farbe (oder der Uniformen) und bey den günstigsten Beleuchtungs-Umständen, optisch unmöglich, daß Hr. Dr. G. diese mit seinem nur drey- und fünffüßigem Fernrohr wahrnehmen kann, wenn sie nicht in solcher Masse mar- schiren, daß ihre Jüge eine Stunde Wegs in der Länge und eine Stunde Wegs in der Breite einnehmen. Denn es läßt sich zwar ein bedeutend kleinerer Berg an den benachbarten schwarzen Schatten, nicht aber ein kleinerer Farbenpunkt ohne Schatten, von 1 — 2 Raumsekunde Größe, erkennen.
Bedenkt man nun ferner
ad III. B., daß Hr. Dr. G. bey der gesehenen Stadt, die einen undenkbaren Durchmesser von fünf Meilen haben soll, so wenig bestimmtes Detail angibt, daß er die gerühmte Lage nach den Welt- gegendcn nur nach dem Augenmaße geschazt hat; daß er selbst will, die Dächer der Gebäude sollen mit dem dortigen Stoff des Bodens überschüttet und mi t Ve LetabillelL ftyn: so ist es wohl
leinen: Arvcifel unterworfen, daß Hr. Dr. G. eine ziemlich regelmäßige Gebirgsgegend, deren es unzählige im Monde gibt, für eine Stadt und Festung, eine etwas hellere Bergkuppe aber für ein Kuustgebäude angesehen hat.
Daß Hr. Dr. G. nun sogar annimmt: die eigentlichen Wohnungen bestehen aus unterirdischen Gewölben, ist ein wahres Seitensiück zu allem dem/ was er in seinen selenvgnostischen Fragmenten über Wärme, Steinarten, Thiere und Pflanzen des Monds sagt, und bedarf keiner Beantwortung.
So sind denn auch diese so sehr gerühmten Entdeckungen nicht geeignet, die Kenntniß der Oberfläche des Mondes zu erweitern, ja es ist selbst bey dem besten Willen unmöglich, Hr. Dr. G. Beobachtungen bey Entwerfung einer großen Mond- charte zu benutzen, da er diese in guten Zeichuurr- gen auf keine Weise mit schon bekannten Gebirgen zusammcnstcllt. —
Schlüßlrch darf hier nicht unerwähnt bleiben, was der durch seine gründlichen Beobachtungen so