fo viel das Augenmaß dabey bestimmen kann, sich in der Richtung von Süd nach Nord und also im Meridian der Mittlern Schwankung der Mondachse.
5 . Doch geht die Richtung der Seiten- züge desselben nicht nach Ost oder West, sondern genau nach Südost und nach Südwest.
Die Ursache hievon läßt sich zwar nicht ein- fehen, allein so viel ist gewiß, daß auch diese den Wcltgegenden zulieb angelegt sind; und dieses Ver- hältniß schließt daher jede Einmischung einer Erklärung durch Elektromagnetismus aus.
6. Der von Süd uach Nord gehende, einen ungeheueren .geraden Wall vorstellende Mittel- oder Stammzug, uiib noch mehr der von Süd- vst nach Nordwest sich richtende, die westlichen Seitenzüge einschließende Wall, ist vollkommen geeignet, den dort von der ausgedehnten Gebirgs- höhe aus Südwest kommenden kalten Passatwiud *) zu brechen.
Der Mondbewohner hat nichts stärker zu scheuen, als einen kalten, wenn auch gleich noch so sanften Wind, der ihm seine Abende eher rauh und kalt macht, und auch seine Morgen gar sehr verbittert, wenn diese anfangen warm und angenehm zu werden; um so mehr, da die Mondluft so dünne und fo sehr Wärme leitend ist. Orte also, die diesen Wiud abhalten, werden die angenehmsten feyn; und so kommt es, daß auch die kleinen Ringgebirge nicht undeutliche Spuren von Bewohntheit in ihrem Innern tragen. Dcßhalb können wir wohl vermuthen, es sey aus dieser Ursache jener schiefe Wall angelegt worden.
*) Auf der disseitigen Mondoberssache verhält sich, «egen des Eiuftrömens der schweren i'ufr aus Süden und wegen der Acvsendrrhung des Mondes von Ost nach West, der Sübwest-Passat wie unser Südvst- Passat.
7. Die Hauptzüge dieses Gebäudes sind mathematisch regulär, in Winkeln von 450 und 90° gestellt.
In dieser Hinsicht können wir den Baumeistern dieses großen Werkes doch einige Bildung nicht absprechen. Freylich mochte der Zweck diese mathematische Eintheilung fordern. Dieser aber konnte vorzüglich auf genügende und gesunde Ventilation gehen; imgleichen auf genaue polizeyliche Aufsicht der Einwohner, wenn man sich durch alle diese Züge ununterbrochene, communicirende Gewölbe denkt, anderer Verhältnisse daselbst, die wir noch weniger kennen, nicht zu gedenken.
8. Gegen Ost und Südost hin ist dieses architektonische Ganze allenthalben geöffnet und die beyden, durch einen Kunstwall unter sich verbundenen, großen Berghügel in Nord und Nordwest scheirien mit jenem nicht zusammen zu hängen.
Dieses Offenseyn geht so weit, daß sogar in dem einzigen, in Ost sich findenden, unter einem ähnlichen Winkel, wie in West sich schließenden Hof eine Lücke von der Gegend geht, wohin der Berg schatten fällt.
Indessen ist auf der Ostseite nicht Alles so rein regelmäßig, wie auf der Westseite, und man könnte diese Abtheilung, nach der Analogie unserer Städte, die alte Stadt nennen. Jedoch sind alle Züge dieser Seite mittelbar oder unmittelbar mit dem mittleren Hauptzug genau verbunden.
9. Das stern schanzen artige Ge bilde auf der Nordostseite weicht ganz von der hier sich als normal zeigenden Bildung ab, ist indessen doch mitrelbar mit dem Ganzen in ununterbrochener Communicariou.
Eine eigentliche Schanze nach unserer Art ist dieser besondere Theil gewiß nicht, und wir befinden uns hierüber in dem weiten Reiche der Vermutungen, in welchem ich nun sogleich eine wagen will. Wenn wir nämlich vorausseztcn, daß das