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Körper, der den ganzen oberen Theil der Augenhöhle ein­nimmt und sich nach hinten wendet, um sich nach dem Auge zu krümmen. Er wird bei der Straußänte (Anas fuligufa) so breit, daß er mit dem der andern Seite oben am Schedel zu­sammen' stößt. Er scheint die Stelle der Thränenvrüse zu ver- tretten, doch hat man noch keinen Ausführungsgang entdeckt.

Die Thränen fließen durch zwei Thränenpunkte ab, die sich im vorderen Winkel zwischen den beiden ersten und dem dritten Augenliede befinden, weit und weich, wie die benach­barte Haut sind, und in den , im hintern Theil der Nase be­findlichen Thränen'sack führen, der sich in die Gaumenhöhle öffnet, am untersten Theil der Scheidewand, die die Nasen­höhle trennt.

Augapfel.

In dieser Klaße der Thiere ist zunächst die bedeutende' Größe des Auges und zwar nicht bloß imVerhältniß zur Größe des Gehirn's, sondern auch im Verhältnis) zum ganzen Kör­per auffallend, wovon nur die Wasservögel eine Ausnahme ma­chen, bei welchen das Auge im Verhältnis) zum Körper sehr klein, und nach vorne stark zusammengedrückt ist, so daß die A.re um ein Drittheil kleiner als der Querdurchmesser ist.

Die Gestalt des Augapfels ist hinterwärts halbkuglig, vor­wärts bildet der Knochenring der Sclerotica einen kurzen sich allmä'hlig verengernden Cylinder, auf welchem dann die Horn­haut, als vordere kleinere Halbkugel aufsitzt. Vorzüglich hervor­ragend ist dieser Cylinder in den Raubvögeln namentlich in den Eulen, in andern z. B. Wasservögeln ist die vordere Augen­hälfte mehr abgeplattet. Auch ist es merkwürdig, daß in dieser Thierclasse, deren eigentliches Element Luft und Licht zu sein scheurt, alle Gattungen mit wohlgebildetenAugen versehen sind, während selbst unter den Säugethieren mehrere mit verküm­mertem Sehorgane sich finden.

Bindehaut und allgemeine Bedeckungen sind auf das Bestimmteste getrennt.