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JENAISCH E

ALLGEMEINE LITERATUR - ZEITUNG

DEN 26 MÄRZ, ISo 6.

M E D 1 C I N.

e 11 efl e Sehr if t en über G eil Is S chäd eil ehr e.

(Befchiufs der im vorigen Stkck abgebrochenen üecetijion.)

X 3 er Platz, welchen Gail feinen Organen anweifet, ift höchft unglücklich ausgedacht, nämlich in clerRin- denfubftanz des Gehirns , in welcher das Nervenmark noch gar nicht ausgebildet ift, aus welcher es ent- ipringt, wohin aber keineswegs Nerven gehen, wie G. anniinmt. Jene üefäfsfubftanz fchickte lieh fchlecht zum Sitz folcher edlen Organe, und was Ackermann von ihrer krankhaften Ausdehnung, vvobeyfich ihre Structur noch mehr bewährt, angiebt, ift gevvifs keinem Zwei­fel unterworfen. Und nun betrachte man überdiefs, wie lieh hier Organ an Organ legt, und keines von dem anderen abgeiondert ift,. weder durch feine Be- fchaffenheit noch durch irgend eine Grenze. Nimmt man gar mit Gail an, das Hirn fey ein zufammenge- faltetes Tuch, fo mufs er lieh mit dem Zirkel darauf die Grenzen für feine Organe abftecken, denn die Na­tur gab fic nicht; er felbft aber verwirrt auf die wun- derlichfte Art feine eigene Arbeit. Man höre! An ei­ner und derfelben Stelle hat er zwey Organe, das der Gutmüthigkeit und das der Darftellungsgabe, die doch wohl felbft beide nichts mit einander gemein haben. Ift nämlich am oberen Theil des Stirnbeins nur die Mittellinie hervortretend, fo bezeichnet diefs die Ent­wickelung des Sinns der Gutmüthigkeit: ift der gan­ze Theil kugelich, fo fchliefst er auf Entwickelung der Darftellungsgabe. Auf ähnliche Art macht er es mit feinem fogenannten vergleichenden und fpecula- tiven Scharffinn, welche zuweilen beide vommedici- nifchen Beobachtungsgeifte verdrängt werden. Die meh- reften , welche gegen Gail gefchrieben, haben diefen Punkt iiberfehen; Rec. hält ihn für die ärgfte Blöfse diefer Ilirngefpinfte. Die ganze Annahme cliefer Hirn­organe erfcheint auch fo iiberllüffig wie möglich, wenn man die Structur des Gehirns betrachtet; man fleht, wie die Sinnesnerven zum Inneren des Gehirns drin­gen, und die Sinneshügel bilden, und diefe hängen mit dem Mark der Ilemifphären zufammen; die von da zum Rückenmark durch die Pyramidalhügel lau­fenden Markftreifen geben die entgegengefetzte Sphä­re. So erhält das Gehirn die Eindrücke der Aufsen- welt auf dem einen Wege, wirkt auf dem anderen auf fie zurück, und im mittleren Hirnmark felbft ge- fchehen die Seelenverrichtungen. Der Menfch befitzt ausgebildetere Sinnesorgane (bis auf das Geruchsor­gan). gröfsere Sinneshügel (wie A. behauptet, wel- |jjC A. L. Z. 1806. Erfter Band.

ches aber gerade auf den bey dem Menfchen fo aus- gebildeten Sinn des Taftens nicht anzuwenden ift), und eine gröfsere Markmaffe an den Ilemifphären des grofsen und kleinen Gehirns. Was Gail von den allgemeinen Vermögen fagt, die fich über alle Orga­ne verbreiten follen, ift fehr unrichtig, wenn er allen Gewiffen zufchreibt, u. dgl. m.; befonders wenn er ein jedes gradweife fich erhöhen läfst, nun in jedein Urtheilskraft fuchtu. f. w. Wie falfch diefs fey, fleht man fchon daraus, dafs wir Dinge vergleichen und daraus ein Urtheil ziehen können, obgleich diefelben nach Gail verfchiedenen Organen angehören. Diefs müfste nie gefchehen, wenn das Urtheil über jede Sa­che fleh nur auf Ein Organ befchrankte.

Durch das, was Rec. ausgehoben hat, zeigt fleh das Ungegründete der Gallfchen Hypothefe hinläng­lich. Die einzelnen Organe felbft hier durchzugehen, würde zu weit führen; auch findet man eine Fülle treffender Bemerkungen dagegen bey den Vfn. von Nr. 7 und 8- Gail ift zur Annahme aller diefer Organe auf diefclbe Weife gekommen: er bemerkte an dem Schä­del eines Menfchen, der fich durch irgend etwas aus­zeichnete, eine Erhöhung; er fchlofs nun auf einen darunterliegenden ftark entwickelten Ilirntheil, durch welchen der Schädel an der Stelle gehoben fey, und glaubte in ihm das Organ jener Eigcnfchaft zu finden. Er verfichert, dafs er viele Menfchen verglichen ha­be, und das wird gern zugegeben; er kann auch bey vielen Menfchen von einer gewiffen Eigenfchaft jenen Bau bemerkt, und im negativen Fall jener Eigenfchaft, ftatt der Erhöhung eine Vertiefung bemerkt haben: berechtigt das aber je zu allgemeinen Schlüffen? Vie­le Menfchen, die fich in einem und demfelben Din­ge ftark auszeichnen, trägt die Erde nicht zugleich, wenigftens nicht in der Art, dafs Ein Mann fie in Ei­ner Stadt gehäuft fände. Die vergleichende Anatomie kann hier nichts fagen, wenn auch davon abgefehen wird, dafs die Erhöhungen und Vertiefungen, die äufserlich an ihrem Schädel bemerkbar find, mit der inneren Tafel fall nie parallel laufen. Denn die Eigen- fchaften der Thiere und Menfchen find feiten zu ver­gleichen, und von Tugenden z. B. kann bey jenen nie die Rede feyn. Das Gehirn ausgezeichneter Menfchen ift faft nie unterfucht, und hat auch nichts gezeigt, worauf zu bauen wär<?. Alles hängt alfo von der Schä­delform ab; wie trüglich aber diefe fey, weifs jeder Anatom. Zu jedem affirmativen Fall, den Gail an­giebt, um feine Hypothefe zu rechtfertigen, laffenfich andere anführen, die ihr im Wege liehen; er ift nicht im Stande, fie zu leugnen, fondern fucht fich nur C cc c