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hoben wird, Abänderungen genug in Möglichkeit ver­muthen läßt!" 5

Schlußfolge vom Hirne auf die Seele.

§. 336.

Da die thierische Seele mit allen ihren Eigen­schaften eine Wirkung der körperlichen Einrichtung desHirnes, als ihres eigentlichen Organes ist, so muß sie auch i) nothwendig ihren Anfang mit der Erzeu­gung dieses Organes nehmen, 2) mit diesem Organe allmählig vollkommener werden Z) im Alter auch mit ihm wieder abnehmen, und endlich 4) auch mit ihm zerstört werden.

Hieraus lassen sich wenigstens alle Erscheinungen des Seelenvermögens in Rücksicht des Alters leicht begreifen.

1) Ein späterer Ursprung der Seele, als in dem Augenblicke der Empfängniß des Menschen oder der Erzeugung oder Belebung des Hirnkeimes ist un­denkbar; ob sie aber früher in der Mutter oder in dem Vater oder zum Theile in beyden dem Vermögen nach sich befinde, kann man wohl nicht entscheiden.

2) Das Hirn des ungebohrnen, und selbst des neugebohrnen Kindes ist noch zu klein, zu weich, zu

5) Mehreres hierüber siehe in meiner Schrift vom Or­gan d e r S e e l e Königsberg 17-6.