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geschehen kann, daß ein Mittel da ist, selbst heterogene, aber der Zeit nach aneinandergereihete, Eindrücke zu associiren; z. B. die Gesichtsvorstellung von einem Garten, mit der Gehörvorstellung einer Musik in demselben, dem Geschmack einer da genossenen Mahlzeit u. s. w. welche sich verwirren würden, wenn die Nervenbündel sich durch wechselseitige Berührung einander afficirten. So aber kann das Wasser der Hirnhöhlen den Einfluß des einen Nerven auf den andern zu vermittlen, und durch Rückwirkung des letztem, die Vorstellung, die diesen correspondirt, in ein Bewußtseyn zu verknüpfen dienen, ohne daß sich diese Eindrücke vermischen, so wenig wie die Töne in - einem vielstimmigen Eonzert vermischt durch die Luft fortgepflanzt werden." v
„Wie ein bestimmter Punkt, fügt Tralles hinzu, die Oberfläche der liquiden, also auch ein bestimmter Nerve dem Nachgeben bey verändertem Druck der innern gereiht wird, ist hierdurch noch nicht erklärt: aber es kann wenigstens eingesehen werden, daß jeder Ort der Entstehung der Modification im Ganzen genommen, gleich gut geschickt ist, daß aber die Figur und Communication der Gehirnhöhlen, verbunden mit der Ortsabwechselung, der Entstehung der Tendenz nach Bewegung und der Zeitdauer, in welcher sie beharrt, d. i. bevor sie durch Wirklichwerden aufge-