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unvollkommen, um Kräfte zu äußern; allmählig aber, wie es mit dem übrigen Körper etwas vollkommener wird, wird es auch für bleibende Eindrücke der Gegenstände allmählig empfänglich und beginnt einige Kräfte zu äußern, die Eindrücke der Gegenstände durch die Nerven und die Ideen werden in dem fester werdenden Hirne bleibender, folglich zeigt sich Gedächtniß und Einbildung, und sind solcher bleibenden Ideen genug vorhanden, auch, wenn sie verglichen werden, Beurtheilung.
Hingegen zeigen sich alle diese Wirkungen mangelhaft, oder verkehrt, oder gar nicht, wenn das Hirn statt vollkommener zu werden, unvollkommener wird. Sammlet sich Wasser im Hirne an, so bleibt ‘ das Kind dumm;"— entsteht ein Scirrhus im Hir- ue, so wird es närrisch; drückt der eingetriebene Sche- del das Hirn, so fehlts nach Verschiedenheit der Um- '
stände, bald am Gedächtnisse, bald an Einbildung, bald an Beurtheilung. Verdickt sich der Schedel nach innen zu, und beengt er das Hirn, so entsteht Albern- l
heit, oder Sinnlosigkeit; wird das Hirn entzündet, so entsteht Raserey; fehlt das Hirn (z. B. bey hirnlosen Kindern), so zeigt sich gar keine Seelcnwirkung.
Geräth aber das Hirn wahrend der Annäherung zur Vollkommenheit zufällig in Unordnung, so gerathen auch seine Wirkungen in Unordnung. Denn ist