la­konisch um Zweydrittel kleiner im Umfange erscheint; doch so, daß der Theil gegen die Nase gerade bleibt, der Theil nach aussen zu einen Bug macht 3 , und mit fernem Mark durch eine in die Augapfelhöhle vorra­gende, runde, halbdurchsichtige, löchrige Erhabenheit mit dreyßig und mehreren Bündelchen dringt, um die Markhaut zu bilden. An der zusammengezo­genen Stelle zeigt sich, sowohl um, als im Nerven bey alten Leuten etwas Schwärzliches.

§. 158.

Diese Markhaut liegt zwischen der mit dem schwarzen Pigment bedeckten Aderhaut und der Glas­feuchtigkeit, welche sie größtenteils umfaßt; ist sehr zart und breyig; scheint überall gleich dick, und reicht bis an den größern Kreis der Ciliarkrone, so, daß sie ringsum in einer Entfernung von mehr als einer Linie von der Linse sich endigt. Diese Endigung der Markhaut bestätigt auch die Niederdrückung der ver­dunkelten Linse, die ohne Schmerzen geschieht, so lange die Nadel zwischen dem Rande der Hornhaut und dem Rande der Markhaut bleibt; geräth die Nadel aber hinter den Rand in die Markhaut, so ent­steht entsetzlicher Schmerz, Entzündung u. s. w. 4

3) S. meine Icones oculi humani. Tabula V-

4) Mir wenigstens ist davon ein trauriger Fall, der anato­misch untersucht wurde, bekannt-