144
fasern durch graue Substanz nervenknotenartig 1 von einander getrennt werden.
§. - 48 -
Durchschneidet man den Stamm des Riechner- vens derQueere nach, so bemerkt man in seiner Mitte etwas graue Substanz, auch bisweilen längs einer Seite, und er selbst erscheint anf dieser Durchschnittsfläche , wie aus einer dreymal, oder auf jeder Seite nach inwendig zu gefaltenen oder eingezogenen Markhaut gebildet, (ohngefähr wie das Pistill einer Lilie) 2 . — Diese Falte giebt ihm daher von außen ein gestreiftes Ansehen. Wenn er ganz frisch in Weingeist gelegt wird, läßt sich, nach einiger Zeit, der faserige Bau seines Markes besser bemerken.
§. 149 -
Der Riechnerve theilt sich noch in der Hirnschaal- höhle in weiche, zarte Aestchen unter verschiedenen Winkeln, scheint sonach von der festen Hirnhaut überzogen zu werden, tritt durch die Löcher der Sieb- platte des Riechbeins, um in den Kanalchen dieses Knochens sich zu zertheilen, und mir verschiedentlich
Niech-
1) Kwiatkowski Dissertatio de Nervorum fluido, decussatione , et gangliis » Ilegiomontii 1784- — Scarpa jn den Annotationibus Libr. 2. lab. II. bildet diesen Knoten sehr schön ab.
2) Noethig Diss. de Nervorum decussatione, sig. I.