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H. 140.

Das Ende von dem Reste eines Nervens, der bey Ablösung ctnc4 Gliedes mit dem Messer durch­schnitten oder durch die Eiterung nach dem kalten Brande getrennt ward, schwillt auf ähnliche Art an, und bildet nach der Heilung einen oft ansehnlichen, mit einer sehr dünnen Haut übernarbten Knoten 9 . Vielleicht läßt sich hieraus der sogenannte Kalender, den man an der Narbe des Stumpfes fühlt7 eiFiatcn 1 ^ dieses Knötchen nämlich, saugt in feuchter Luft Feuch­tigkeiten ein, drückt das Ende des Nervens, und verursacht Schmerz, welcher mit Verfliegung der Feuchtigkeit in trockner £uft. wieder verschwindet. So verhält sichs auch mit andern Narben , deren Haut vielleicht, wie das Haar eines Saussürischen Hygrometers, Feuchtigkeiten einsaugt.

Alle Narben nämlich scheinen gewissermassen weniger lebendig als die Haut, deren Stelle sie ver- rretten, folglich auch weniger fähig, den Einwirkun­gen einer feuchten kalten Luft zu widerstehen.

9) Pi'ocliaska de Structura Nervorum Tab. 2. fig. 3. erklärt dies pag. 106. richtig für ein Hervorquellen der Marksubstanz. Ich beschreibe es nach verschiedenen Stuk- ken aus Menschen in meiner Sammlung; Hiemit kommt auch Molinclli und Morgagni, und bey Thieren Lower, und vor allen Arnemann pag. 2V34. überein, i) Th eben vom aalender nach Beinbrüchen. Neue Be­merkungen und Erfahrungen. Art- i?»