— io 6 —
an Knorpelhaut, an Membranen, an wahre Haut, an Muskeln, Gefäße, Fett und Drüsen beyläufig anheftet. Man findet daher nirgend einen Nerven ringsum los oder freu liegen, wie z. B. einige Sehi nen in ihren Schleimsacken, sondern allemahl an die 'Lheite, zwischen denen er liegt, durch Zellstoff befestigt.
Diese Scheide eines Nervens ist in einigen Nerven durchaus röhrenförmig, z. B. am Sehnerven; in andern wird sie am Ende zellig oder schwammig, z. B. an den Zungen- und den Hautnerven: das Nervenmark hat also die Form seiner Scheide. Durch Seiffensiederlauge kann man das Mark in den Nerven auflösen, drauf mit Wasser ausspülen, und so die leere Scheide mit Luft oder Quecksilber füllen.
Die eigentliche Scheide ist mehr netzförmig, der äußere um sie liegende Zellstoff mehr faserig 2 ).
Dieser, die Nerven als eine Scheide dicht umgebende Zellstoff enthält gewöhnlich eine sehr dünne gallertartige Feuchtigkeit 3 , bisweilen wahres Fett, läßt sich durch Aufblasen in ein schwammiges Wesen
2) S. Reil in s. Exercitt. anat. der diese Scheide Neuri- lema v^er Neurliyinen nennt.
3) Diese Feuchtigkeit sammelt sich bisweilen widernatürlich an, undwirdauch wvhlverdickt. Cotunnidelschiadenervosa. Napoli 1764. in Sandiforts Thesaurus Disser- tadonum Tomoz. od^r die neuere Ausgabe Napoli 178t.