§. 82 .
Ein Pfund Menschenhirn gab, außer vielem Wasser, 2 Drachmen Laugensalzgeist, 14 Unzen ranziges Oel, 40 Gran flüchtiges Salz l .
Sechzehn Unzen von allem Blute gereinigtes Hirn, in einem porzelläncnen Geschirre, mühsam, nach und nach zu Asche verwandelt, zeigte, da ein Theil der Asche mit Leinöl angefeuchtet und ausge- glühet wurde, nicht die geringste Spur von Eisen.
Die andern Theile mit Vitriolsäure übergossen, und mit Gallapfelsalz vermischt, wurden braunroth, aber nicht schwarz.
Auch das reine phlogistische Laugensalz verrieth keine Spur von Eisen.
Aber man erhielt viel Zuckersäure, wovon vier Unzen nach und nach mit sehr viel dephlogistisirter übersaurer Salpetersäure vermischt, und sehr vorsichtig in der Feuerordnung behandelt, in der ersten Erystalli- sation Z Drachmen und 19 Gran schöne Erystallen Zuckersäure lieferten 2 .
1) Spielma nnlnstitutiones cliemicae. §. 72. behauptete, das Hirn enthalte nächst dem Blute, die meisten Eisen- theilchen.
2) Münch zu Marburg in einem Briefe an mich. — j oh.
Th. HensingDiss. Examen chemicum cerebri, ex eoderntjuiB phosphorus singxdnris omnia inflammans.