re§ Körpers, der am leichtesten fault; ehe es aber verdirbt, wird es aschgrau, weich, und zur Unter­suchung untauglich, bis es endlich als eine eigen stin­kende, grüngelbe Jauche zerfließt. Der Hirnsand aber leidet nicht das gerinste bey dieser Fäulnis, welche doch selbst am Ende die Knochen angreift.

§. 8i.

In starkem Weingeiste läßt sich das Hirn lange erhalten; doch wird es härter, fester, etwas bröcklig, im Umfange kleiner, bleicher, und die graue Substanz verliert fast ganz ihre Farbe. Noch fester und käsehart wird das Hirn, wenn man ein Sechstel Salpetersäure oder Salzsäure dem Weingeiste zumischt, so daß es sich alsdann sehr bequem schneiden laßt. Es fault nun nicht mehr, sondern läßt sich leicht austrocknen; aber es bekommt eine gelbliche und zuletzt dunkel­braune Farbe.

Durch Kochung im Oel wird das Hirn fest, und zeigt in der grauen Substanz kleine Klümpchen 9 .

9) Hiedurch sucht Ludwig S. 32. Malpighi's Mei­nung, der die graue Substanz für drüsig hielt, und Ruysch's, der sie für blos gefaßartig hielt, zu ver­einigen.