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Schedelknochen wie die langen Knochen durch Verlängerung ihrer Enden, oder, welches einerlei) ist, ihrer Ränder; doch mit dem Unterschiede, daß an den langen Knochen keine solche Naht zwischen den Enden und dem Mittelstücke entsteht.
Eine Naht, oder eigentlich der bindende schmale Knorpelstreifen, ist daher um so weniger kraus und verw o rr e n , je jünger das Kind ist. Indem aber mit dem Alter zugleich die Knochen mit dem zunehmenden Hirne auseinander getrieben werden, und an Dicke durch Auftragung der Knochenmasse, sowohl nach innen als vorzüglich nach außen, zunehmen (denn die innere Tafel scheint früher vollendet zu werden), muß nothwendig die Krausheit der Nähte wenn sie einmal angefangen hat, auswendig so lange zunehmen, bis sie selbst am Ende die größte Hinderniß einer ferneren Ausdehnung des Schedels durchs Hirn wird, welches gegen die Jahre der Mannbarkeit erfolgt. Sehr selten bleibt die Verknöcherung bis ins männliche Alter aus 3 .
Nicht selten verschwinden mit zunehmendem Alter, manchmal auch schon bey jüngern Personen, ein und andre dieser Nahte völlig, ohne die mindeste
3) Rosen und Sidren. Diss. de ossibus calvariae Ups.
1748. sahen die sogenannte Fontanelle noch im 42jien Jahre nicht verknöchert. ^ sMf*
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