XIV

Nische Phrasen zu helfen. Ehemals, wo viele deutsche Gelehrte im Lateinischen geübter, als im Deutschen waren, mußte wohl zuweilen durch Latein ein Deutscher dem andern verständlich wer­den. Auf welcher Akademie aber in Deutschlands wird heutiges Tags noch in allen Fächern lateinisch gelehrt?

Ob es gut sey, daß die lateinische Sprache ganz verdrängt werde, ist eine andere Frage. Wenn ich aber Deutsch zu lehren vermöge meines Amts verbunden bin, so thueich's gerne, so gut als möglich.

Bemüht habe ich mich wenigstens, reines Deutsch zu schreiben, alle unnühen Uebergänge zu vermeide»; daß mir aber, der ich sonst gewohnt war, über diesen Gegenstand bloS Lateinisch zu schreiben, bey so wenigen deutschen Vorgängern in diesem Fache, nicht irgend eine lateinische Wen­dung übrig geblieben seyn sollte, wird man wohl metzgWverzeihlich finden.

Unsere Muttersprache ist zwar im Ganzen ziem­lich gebildet, vielleicht aber für die Zergliederungs­kunde noch nicht hinreichend, weil der claffischen Schriftsteller in dieser Wissenschaft so überaus wenige sind.

Warum soll man aber, wenn man einen deut­schen Namen geben will, nicht gleich einen paffen­den, schicklichen Neuen brauchen, sondern lieber einen weniger schicklichen Lateinischen bloö knechtisch

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