cember 1822 von 74grädigem Weingeiste 16 Unzen in eine fest zugebundene Kalbsblase,
hing sie ringsum freyschwebend in einen mit Helm und Vorlage versehenen Glaskolben,
brachte solchen in eine thönerne Sandcapelle und unterhielt eine mässige Feuerung.
Die als unsichtbarer Dunst durch die Häute der Kalbsblase hiedurch in den Kolben
helm gerathene Flüssigkeit gieng also in die Vorlage über; den Uten December waren 5£ Unzen übergegangen, welche sich 25grädig bewiesen; der in der Kalbsblase zurückgebliebene Rest von fast i2f Unzen dagegen war qSgrädig.
Beide Portionen, nämlich das Uebergegangene von 5| Unzen mit dem Reste in der Blase von last 12-g- Unzen wieder zusammengemischt, betrugen fast 16 Unzen 76grädigen Weingeistes. Der Abgang von •§ Unze war in das Lutum zwischen Kolben und Ilelm gedrungen. Obige 16 Unzen Weingeist schienen demnach an Quantität Unzen verloren, dafür aber an Qualität zwey Grade gewonnen zu haben.
Doch ich mufs es anderen Physikern überlassen, diesen Versuch zu wiederholen und die wahre Ursache auszumitteln, welche den Weingeist um 2 Grade zu erhöhen schienen (ich schreibe ausdrücklich: schienen), gerade als wenn Alcohol hinzugekommen wäre.
Da diejenigen Dünste, welche unvermeidlich in die Lutirung zwischen Helm und Kolben dringen, die Genauigkeit des Versuches beeinträchtigen, und ich bis jetzt keinen hinreichend grofsen, zusammengeschlilfenen Helm und Kolben, noch weniger Kolben und Helm aus einem Stücke erhalten konnte, so habe ich einstweilen diese Untersuchung aufgegeben. Zu verkennen ist übrigens keineswegs der gar grofse Unterschied zwischen diesem Ver
suche und allen vorigen, das ist, zwischen einer Kalbsblase, welche inj Trockene^ freyer
Luft über einem Sand bade schwebt, und einer Blase, welche in einem Glaskolben hängend, gleichsam zum Schwitzen gebracht wird, und sich also wegen den aus ihr dringenden Dün
sten gleichsam in einem Dampfbade befindet. Aus dieser Ursache hatte sie auch 5 % Unze
20grädigen Weingeist durchdünsten lassen, welches nicht der Fall gewesen wäre, wenn man sie, wie in den übrigen Versuchen behandelt hätte. Sie schien gleichsam permeabler geworden.
§• 20.
Selir oft habe ich indessen, gegen die allgemeine Meinung, dafs, um möglichst starken Alcohol zu erhalten, mau ihn bey gelindem Feuer langsam destilliren müsse, ohne alle Täuschung, ganz zuverlässig das Gegentheil erprobt, nämlich, dafs rasche Destillation den stärksten Weingeist liefert, gerade als wenn bey der langsamen Destillation Feuerstoff zu entweichen Zeit hätte, welcher durch rasche Destillation gezwungen wird, schnell mit den Alcoholdampfen überzufliegen und dadurch sich in der Vorlage mit ihnen binden zu lassen.
Des Amerikaners Wesleys in Teutschland noch wenig bekannte Natural-Philoso- phy *) enthält folgende Stelle:
As subtle as fxre is, we may even by art atfach it to other bodies, and keep it prisoner for many years; and that either in a solid or fluid form; an instance of the first we hâve in steel, which is made such, only by imparting a large quantity of lire into bars of iron.
In like inanner we impart a large quantity of fire into stone
An in-
0 Vol. 11 . Seite 77 und daraus in Sliecut’s Medical and Physiological Essays, Cliarlestowm 8 ip. Seite255-