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Dke dritte Art Ist endlich die, wo man statt künstliche^ Glases dünne Scheiben deS natürlichen Marienglases zu Dekelq zuschneidet, und sie auf das Gefäß festküttet *) Solches Mas rienglaS läßet sich zwar in Papierdünne Blätter spalten, mit ei- ner Scheere genau nach der Mündung des Gefäßes zufchneiden, und wegen seiner Biegsamkeit fest an den Rand andrüken z Abeis einmal sind schöne Blätter, die nicht rißig sind, selten und kosti bar, fürs andere ist die Eedekung zu schwach, der geringste Druk würde den Dekel ewdrüken, und fürs dritte haben diese Dekel in Absicht des Aufhangens und Verküttens alle die Unbe­quemlichkeiten , welcher Ich vorhin bei den Gläsernen erwähnte. Sie taugen höchstens zur Bedekung kleiner Gefäße oder sehr mäßig weiten Mündungen, wo man, um den verwahrten Ge­genstand recht deutlich zu sehen, nothwendig von pben in daS Gefäß sehen must.

Diesen Vorzug scheinen überhaupt die gläßerne Dekel vor andern zu haben, daß man dadurch unter einer gewissen Zu­richtung auch von oben auf das Präparat Hinsehen kann. Man überzieht zu dem Ende den Glasdekel und den Rand des Gefäß- ses auf die eben beschriebene Weise mit der Blase, verbindet sie,

und

*) Man sehe Göre im angef Werk. G- 456. au- dem sten Band bee neuen nordischen Beiträge tur physikalischen und geographische» Ecd - und Völterdefchreibung re. p. z;6. Wo. 8.