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Mßerne Dekel müßte daher auch nach der Abweichung des Rands vom Zirkel geschliffen werden; Ztens sind solche Dekel beim Zuschneiden, Schleifen, Bedeken und Eröfnen der Gefäße, und selbst während dem sie das Glas bedeken, beständig dem Zerbrechen ausgesezt. Bei groser Hize und groser Kälte zerspringen die Glasdekel gerne, und man bemerkt solches oft nicht eher, biß ein guter Thetl des Weingeistes weggedunstet ist. Zn dem Winter 1788 • 89 zersprangen mir einige gläßerne Dekel, die Splitter steten in das Gefäß hinein, und verlezten die im Weingeist befindliche Körper, der hineingefallene Kütt trübte den Weingeist, und das Reinigen verursachte mir eben die Mühe, als wenn ich den Körper ganz frisch hätte aufbewahren müssen. (17. Zusaz). 4tens, wenn man etwas im Glas aufhängen will, so kann man solches nicht anders, als indem man den Fade» oder das Haar zwiftheL dem_Lian de des Glases und dem Dekel durchgehen läßet, und an den Rand befestiget, dadurch entstehet ein Sauggefäß; das bei allem Verbinden und Verkütten den Weingeist beständig aus dem Glase leitet, und wegdunsten läßet.
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(17. ?usaz.) Diß wiederfuhr mir in eben dem Winter nicht. Nur muß ich bemerken, daß die Glaßplatten nicht viel über 2 bis z Pariser Zolle im Durchmesser haben, oder widrigenfalls sehr stark seyn rnüßen. Auch habe ich gefunden, daß man sicherer geht, wenn man das Glas nicht gerade bis an den Rand ganz voll füllt.
Sg.