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und läßt sie troknetr. Alsdann machet man mit einem scharfen Messergen auf der Mitte des Dekels einen beliebig grofen Zirr kelschnitt in die Blase. Man muß aber ja daS ausgeschnittene runde Stük der Blase j nicht eher wegheben, biß man gewiß versichert ist, daß es mit demjenigen Thell der Blase, der auf dem Glas bleiben soll, nicht mehr Zusammenhänge, dann sonst reißt man diesen los.
Man reinigt nun die runde Ocfnung von allen Anhängseln der Blase, und überzieht den Rand der Blase mit dem Lak, wie Vorhin gemeldet worden. Zezt, sollte man glauben, könne man zu allen Zeiten ungehindert durch dies Glasfenster auf den Körper Hinsehen. — ES wäre zu wünschen, denn dardurch bekäme diese Verschließungsart wirklich einen grofen Vorzug vor der mit Zinnplalten. — Aber mit Nichten. Der Weingeist überzieht die Glasscheibe von Innen bald mit so viel Dünsten, daß man nicht eher durch die Scheibe^urrysvtzrn kam», nE-sie-durch Rütteln und Schütteln deS Gefäßes abgeschwemmt hat. Dieses starke Bewegen aber trübt den Weingeist, verändert die Lage des Präparats, und ist dem Ganzen schädlich. Daher man diese Art zu bedeken nur da anwenden muß, wo man das Sehenswürdige und Belehrende des enthaltenen Präparats schlechterdings nicht anders als von oben deutlich sehen kann, oder wo der Weingeist mit Salpetersäure vermischt ist, die einen zinnernen Dekel bald angreifen und durchlöchem würde.
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