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fester zugesthnürt. Die Farbe muß ungefähr eine Linke breit über die Blase hinaus auf das Glas reichen, und beim ateu Anstrich sorgfältig nachgesehen werdenob nicht irgend eine Stelle unbestrichen geblieben, und ob die Schnur sattsam damit getränkt fty?
Ist der Lak zu dünnflüßig, so rührt man 'inehr gepülvere tes Siegellak hinein; ^oder so man dessen keines mehr dorräthig hat, so läßet man vom Weingeist wegdunsten, was nöthig ist; weggießen hingegen muß man nichts vom Weingeist, weis sonst immer auch aufgelößte Iharzige Theile damit Weggehen.
Dieser Anstrich gibt einer Sammlung ein sehr gutes Aussehen, verhindert mit das Wegdunsten des Weingeistes, und schüzt die Blase vor dem Käfer (Dermeftes), der alle thierische Theile biß auf die Knochen zernagt.
Die lezte Verrichtung endlich ist
das Bezeichnen der Gefäße
mit einer Zähle, etwan nach der Ordnung des Verzeichnißes, und dem Anfangsbuchstaben vom Nahmen des Besizers rc. wozu ich mich einer feinen Oelfarbe bediene. Weiß, blaßgelb, und hellblau nehmen sich auf dem rothen Lak sehr gut aus; nur ist zu merken, daß das Weiße mit der Zeit gelblich und das Hellblaue grün wird, daher zog ich bei meiner Sammlung das Gelbe vor. A
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