Den Rand der Blase schneidet man ungefähr einen Vier­telszollbreit vom Bindfaden entfernt, ringsum gleich ab, schärft den übrigen Blasenrand mit einem nicht sehr scharfen Messer, und feuchtet ihn mit lauem Hauseblasen wasser genugsam an. Hat die Blase aber noch genug natürlichen Leim, so ist schlechtes laues Wasser hinreichend. Alsdann streicht man mit dem Mes- serrüken oder Falzbein den Rand so fest und glatt, als man kann, an das GlaS hin. Diß wiederholt man so lange und so oft, biß der Blasenrand dem Glas so fest anliegt, als ob er angeleimt wäre. Da künftig zu Verhinderung des VerdünstenS des Weingeists sehr viel daran liegt, ob der Blasenrand fest anschließet, so muß man auf diesen Umstand alle Sorgfalt wen­den. Während dem Zubinden muß man sich so viel möglich in Acht nehmen, daß das beinahe volle Glas nicht erschüttert wird, als wodurch Weingeist an den Dekel und von demselben an die Blase kömme; welches dem festen Ankleben der Blase sehr hin­derlich wäre.

Mein Maaßstab, wie weit ich die Gläser mit Weingeist fülle, ist die Gegend des Halses, wo die Schnur anzuliegen kommt; Und ein Körper muß zum wenigsten einen halben Zoll ^ief unter der Oberfläche des Wetngeists versenkt seyn. Auch wenn das Glas nun auf die vorbeschriebene Weise verschlossen ist, so muß eS mit aller Behutsamkeit und Schonung vor Er­schütterung an einen mäßig kalten Ort hingesezt werden, wo es

biß