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Jede thierische Blase hat, wie alle Membranen, einen th genthümlichen Leim, der d.urch Wässern auf ihre innere glatte Fläche gezogen, sie an das Glas fest anschließd. Hat sich dieser Leim auf irgend eine Art, z. B. durch allzuvieles Reiben mit Kleien rc. zu sehr vermindert, so kann man ihn dardurch wieder ersezen, daß man die Blase in einer schwachen wässerichten Auf, lösung Von Hanseblasen einweicht. Beim Ausdehnen und vor­sichtigen Anspannen der Blase über den Dekel und den Rand deS Glases hat man darauf zu sehen, daß die Blase überal gleich fest anschließe, und daher die Luft sorgfältig hervorgestri­chen, der Dekel jedoch nicht eingebogen, noch verrükt werde. Die angespannte Blase bindet man nun mit einer trokenen und feinen Schnur fest um den Hals des Glafes, und es ist dabei ebenfals darauf zu sehen, daß nirgendwo zwischen dem Dekel, noch dem Rande des Glases, und der Blase Luft eingeschloffen werde. Immer muß man daher den Dekel an den Rand des Glases, und zugleich die Blase an Dekel und Glas andrüken, die Luft ausstreichen, den Dekel festhalten, und dann die um ei­nen Finger gewikelte Schnur aufs neue anztehen. Wenn man den Knopf macht, so muß beim Zuschnären der Faden zweimal durchschlungen, und an dieser Stelle naß seyn, sonst wird er lo- ker, biß man ihn zum zren mal durchschltngt, und dann zum zweiten »der auch Zten mal zuschnürr.

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