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Knoten zusammen, daß diese nicht durckfchlüpsen können, und schließt den Dekel, wie oben gelehrt worden, an den Rand deS Glases an.
Nun nimmt man eine von allem Schmuz und Fett durch laues Wasser und Kleien wohl gereinigte Rinds - oder Schweins- Blase, schneidet davon ein so groses Stük ab, daß solches, sowohl 'der den Dekel, als noch einen Daumenbreit über den Rand des Glases hinreicht, und weicht es einige Stunden in laues Wasser ein. (14. Zusaz). Man sehe aber wohl zu, daß das Wasser nicht heiß ist, denn heißes Wasser schrumpft die Blase zusammen, und macht sie so mürbe, daß sie bei dem leichtesten Ziehen zerreißt. Wenn nun das Stük Blase ganz durchweicht ist, welches früher oder später geschiehet, je nachdem die Blase frisch oder langst getroknet, dik oder dünn ist, so wird die innere Sette derselben über die mit dem Dekel verschloßene Oefuung des Glases so sorgfältig hingelegt, daß vors erste der Dekel nicht im geringsten verrükt wird, und vors andere der Rand der Blase gleichweit vom Rande des Glases abstehe.
Jede
.(*4. Zusaz.) Wenn man die Blase so lange einwässert, biß sie zu faulen anfangt, so schlieffet sie alsdann vollkommen leicht und fest an. Gg.
Auch ohne daß man die Blase bis zum Faulen einwässert, schließt sie genugsam und fest an, wenn man nur auf die hier gelehrte Weise verfahrt. G.