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'als kleine. So einfach dieses Verfahren scheinen mag, so hat es mir doch viel Mühe und Unkosten verursacht, ehe ich es zu dem Grad von Vollkommenheit brachte, in welchem ich mich jezt seiner stets, und mit so vielem Vortheil bediene. Wenn das Präparatenglas nicht fest stehet, weil sein Boden uneben ist, so kann man solchen auch mit Schmirgel auf der oben er- wähnten Platte abschleifen. Vor kurzem habe ich entdekt, daß der mit Gummi bestrichene Dekel, auf die beschriebene Weise, auf die Flasche gedekt, auch ohne Blase vollkommen fest sizt; Obgleich es bet den gewöhnlichen hohen Gläsern am rathsam- sten ist, eine Blase zum Schuz des Dekels aufzulegen.^

"Seitdem ich nun weiß, daß der Dekel auch ohne die Blase fest anschließet, so habe ich mich siacher Glasschüßeln bedient, und verschiedene Präparate mit grosem Vortheil in solchen Gläsern in eine horizontale Lage gebracht. Auf diese Weise habe ich recht frühe, unzeirig abgegangene, menschliche Früchte in ihren Häuten dargestellt, auch andere Präparate, die man nicht gnt aufhängen, oder in einer senkrechten Lage sehen kann; in- dem ich einen Dekel aus einer, Glasplatte, auf vorbeschriebene Weise ohne Blase darauf befestigte. Einige recht feine Präpa, rate, vorzüglich solche, die man mit dem Microscop betrachten will, z. B. die von Lieberkühns Milchgefäßen, oder die von den Klappen der einsaugenden Gefäße, können mit dem größesten Vortheil in solchen cylindrischeu Gläsern (mbes) ent-

weder