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weder in Weingeist oder troken aufbewahrt werden. Auch kann man einige trokene Präparate in vierekichten oder längs lichten Kistchen, die aus Stäken geschliffenen, oder gewöhvlis chen Glases mit schmahlen Striefen weißen oder gefärbten Pa- piers mittelst Gummi zusammengeklebt sind, aufbewahren, und die Gegenstände auf solche Weise recht bequem sehen. Mit einem Wort, manche neue Erfindung wird sich auf diesem Weg einem scharffinnigen Anatomiker von selbst darbieten. Zn Rük- sicht der Flaschen mit Stöpseln, welche zu Aufbewahrung klei­ner Präparate sehr bequem sind, würde ich rathen, daß die vollkommen fest fizende Stöpsel über den Hals der Flasche hin- abreichen, damit man 2 kleine gegeneinander stehende Löcherchen queer durch das unterste Ende des Stöpsels durchbohren, durch solche einen Faden ziehen, und das beliebige daran aufhängen kann. Denn wenn der Faden zwischen dem Stöpsel und Hals durchgehet, so läßt solcher einen Rand zwischen beiden; oder soll der Stöpsel fest etnpaßen, so bricht er leicht ab, wenn man ihn hineinzwinget. Auf der andern Seite, wenn ein Raum bleibt, so würkt der Faden, wie ein Sauggefäß, und leitet den Weingeist aus der Flasche, und verursacht eine Ver­dünstung, sogut, als ein Riß zwischen dem Hals und Stöpsel."

Auf solche Art zubereitete und bedekte Gläßer habe ich kürz­lich mit und ohne Blase bei Hrn. Hofr. Blumenbach gesehen, aber au den meisten bemerkt, daß sich der Weingeist viel verzehrt ' hatte.