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hernach nimmt mau ein Stük einer Ochsen - oder Pferdsblase, reinigt sie vom Fett, und weicht sie so lange in Wasser ein, biß es schleimig wird.

Dann preßt man das Wasser auS, troknet die Blase ^sorgfältig mit einer trokenen, groben Leinwand ab, dekt sie über den Dekel, der auf der Flasche liegt, und sucht sie in so genaue Berührung mir dem Dekel, als möglich, zu bringen, und sorgfältig alle Luft auszustreichen, die sich zwischen die Blase und den Dekel gezogen hat. Nun ziehet man die Blase über den Hals der Flasche, und« bindet sie mit einem feinen und starken Bindfaden, den man zuvor auch mit arabischem Gummis Wasser mittelst eines Cameelhaarnen Pinsels bestrichen hat, fest, indem man den Bindfaden mehrmalen herum, und genau neben und untereinander ziehet, damit er überal um den HalS gleich fest anschlteßet. Wenn nun der Faden fest geknüpft ist, so wird die Blase ringsum zunächst unter demselben mit einem scharfen Meßer oder einer Lanzette abgeschnitten, und die Flasche zum Troknen der Blase an einen mäßig kühlen Ort, mit den oben erwähnten Vorsichtsregeln hingefezt. Wenn alles vollkommen troken ist, so wird der Bindfaden sorgfältig abge- nommen, indem man den Knopf aufschneidet, und an dem lezten Ende abzuwikeln anfanget. Dekel und Hals des Glases wers 'den alsdenn mit einer Mischung aus Lampenruß (Lamp black) und Japanischem Firniß (Japanner'sgold) angestrichen; diß troknet

G 3leicht.