Glashütte, daß sie solche beim Verfertigen der Gefäße recht eben machen. Runde Gläser sind leicht recht eben zu machen, aber bet flachen Gefäßen ist dieser Umstand mit grvftr Schwie­rigkeit verknüpft. Ich glaube, der leichteste Weg sie so zn bereiten, wäre der, wenn man sie in Formen von verschiedener Größe blasen würde. So vollkommen eben aber muß der Ar­beiter auch den Boden der Flaschen machen, damit sie ganz gei rade, aufrecht und fest stehen. Hat man sich mit dergleichen Gläsern für die grose Präparate versehen, so reibet man den oberen Rand derselben auf einer ebenen \ Zoll diken, und % Schuh im Durchschnitt haltenden Bleiplatte zuerst mit feinem Schmirgel und Wasser, und hernach mit gepulvertem Colco- thar (rotten üone) oder mit Zknnasche, Anfangs mit Wasser angefeuchtet, und dann troken, biß daß der obere Rand sowohl eine recht ebene Flache bekommt, als so einen feinen Glanz, wie eine Glasplatte (wie geschliffen Glas). Es ist diß bald geschehen und erfordert wenig Geschiklichkeit."

"Mit einer Anzahl so zubereiteten Gefäße muß der Anato- miker in Vorrath versehen seyn, um sie auf jeden Fall bei der Hand zu haben. Der Dekel aber auf ein solches Gefäß ist eine Glasplatte, die mit einem Diamant so zugeschnitten wird, daß sie das Gefäß vollkommen bedekt, ohne jedoch irgendwo über den Rand der Flasche hervorzuragen. Wenn diese zwei ebene Flächen aufeinandergelegt werden, und nur ein

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