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sondern frei lag, da hielt der Weingeist lange, aber er zehrte doch, und sollte jezt das Glas wieder aufgefüllt werden, so merkte man an der Weichheit des Klebe - oder Baumwachfts deutlich, daß der Weingeist auch die undurchlöcherte Blase erweicht und durchdrungen habe; und Hände und Glas wurden davon so be­schmieret, daß man Mühe hatte beide wieder rein zu machen.

Mehr zu empfehlen ist die Methode, welche Herr Shel- don umständlich in seinem Werk von den Milchgefäßen be­schreibt, und die ich hier dem Leser übersezt mittheile.

"Die kleine Präparate, schreibt Hr. Sheldon, die man in Weingeist oder Terpentknoel aufbewahrt, werden in Flaschen mit wohl zugerichteten Stöpseln, die größere in gewöhnlichen Präparatengläsern aufbehalten. Schon vor einigen Jahren habe ich eine Methode, diese Präparatengläser zu verschließen, er­funden, deren ich mich mit grosem Vortheil bediene, und nach welcher ich eine sehr gross Anzahl in meinem Kabinet aufbe- wahrt habe. Die Methode ist einfach und leicht auszuführen, und macht die Präparate eben so dauerhaft, als das Glas, welches sie enthält. Um sie auszuführen sorgt der Anatomiker, daß die obere Fläche oder der Rand seiner Flasche eben ge­macht werde, und er bestellt demnach bei den Arbeitern auf der

Glas-

*) The Hiftory of the abforbent Syftem , part the |irflr containing. the Chy- lography etc. by John Sheldon, Profeffor of Anatoiny etc, London 1784.

in Fol. S. i$ * iS, <p.