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Verband mit buntem Papier. Mehrere Gläßer auf tiefe Weise verschlossen, stehen nunmehro erliche Zähre, ohne daß auch nur etliche Tropfen (?) Weingeist fehlen sollten. Mehrere aber mußte ich von neuem anfüllen, mir zum Beweiß, daß auch bei ,,dem besten Verband der Weinaeist durch die Poren des Gla- ses an den Seiten entweichen kann."

Diß leztere mag wohl nicht die Ursache der Abnahme des Weingeistes seyn; durch die Poren des Glases dünstet gewiß nichts weg, aber unter der Blase, und besonders durch die Oef- nungen in derselben, gehet unaufhörlich Weingeist an den Fä­den als an Saugröhren hinweg, und weder reines Wachs noch Klebewachs ist alsdann im Stande den Weingeist aufzuhal­ten; Zm Gegentheil saugen diese harzige Körper immer mehr an, und da die rte Blase niemal so fest anschließt, als die erste, so gehet der Weingeist zwischen ihr durch in die Luft. Ich habe diese Verschließungsart selbst versucht, noch ehe ich sie in Hrn. Fischers Anweisung las; denn ich hatte sie schon vor vielen Zähren von Hrn. Prof. Med. Storr in Tübingen gelernt, nur mit dem Unterschied, daß dieser statt der Bleifolie eine Glasplatte austegt, welches wegen der Verhütung des Niederdrükens des Dekels noch beßer ist; aber ich stand bald wieder davon ab, denn wo Fäden durchgezogen wurden, verzehrte sich der Weingeist immer schnell, und man konnte das Wegdunsten am Glas riechen; wo hinge­gen der Körper nicht an die Deke des Glases aufgehängt wurde,

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