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auf den Rand getragenen Kütt fest e!n, den herausqedrükten Kütt aber an den Rand an, daß alle Fugen genau bedekt wer- den. Ist der Kütt nach mehreren Tagen troken, so überziehet man entweder den Dekel mit einem Stük einer feuchten Rinds­blase, bindet solche um den Hals des Gefäßes fest, läßet sie trocknen, schneidet die Blase unten am Hals rund ab, und über­zieht sie mit einer Lak - oder Oelfarbe; oder man läßet die Blase ganz weg, und überziehet nur den Rand, so weit der Kütt reicht mit einer Oelfarbe. Aber auch diese Kütte greift der Weingeist mit den Jahren an, durchdringt sie, und macht sie mürbe, und sie selbst theilen dem Weingeist nach und nach ihre Farbe mit» (iz. Zusaz). Eine dritte Art von Kütt ist diejenige, welche aus ungelöschtem Kalk, Milch und Eiweiß oder Käß bereitet,

und

(rz. ?usaz.) Ich habe mich doch biß jezt bei einem Mite aus Gal- mey, Mennmg und Bleiweiß mit Mahlerfirniß angemacht, sehr gut befunden, wenn das Glas nur so lange, z. B. 14 Tage im Sommer, ruhig stehen diieb, biß der Rürt erhärtet war. Gewiß ist's wenigstens, wovon ich die siebenjährige Erfahrung vor mir habe, daß dieser Kütt nichts vom Weingeist verfltegen läßt. Eben dieser Kütt läßt sich auch leicht mit Beobachtung ge­ringer Vorsicht wieder wegnehmen.

Gg.

Göze zog dem Verkütten die Korkstöpsel vor, weil man durch jenes nicht mehr zu den Sachen in den verkütteteu Gläßern kom­men könne. S. im angef. Buch S. 455. 0.