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Viele Landleute pflegen selbst Zwetschengeist zu brennen, und ihn in gläsernen Kolben aufzubewahreu. Man thut daher wohl, wenn man ihnen zu guter Zeit einen Vorrath abkauft; erstlich, weil man ihn wohlfeiler und achter erhält, als von Brantenweinbrennern und Händlern, und dann, weil diejenige, welche ihn in Menge brennen, oder zum Handel zusammenkaufen, ihn gewöhnlich in Fässer« aufbewahren.
Da aber der Zwetschengeist, seit dem durch den strengen Nachwinter 178c- so viele Bäume zu Grunde gegangen sind, in manchen Gegenden lange Zeit rar und theuer bleiben wird, so ist es bester, wenn man an dessen Statt, sich bei wohlfailem Fruchtpreis einen Vorrath guten, nicht karg abgezogenen Wein- geisis aus Korn durch erfahrne Leute in gut verzinnten oder ganz zinnernen Gefäßen brennen läßt, und ihn in reinen gläsernen Flaschen auf bewahrt.
Auf die Brantenweinhandler muß man sich in keinem Fall verlassen, solche vermischen schlechte und gute Sorten, und giessen gern soviel reines, z. B. Schneewaffer zu, als sie merken, daß eine Sorte Weingeists ohne trüb zu werden leiden kann, und ersezen alsdann die brennende Starke, welche durch das zugegosi sene Wasser entzogen wurde, durch spanischen Pfeffer und an, dere nachtheilige Künste.
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