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feinen Nuzerr. Er schreibt: "die Gläser, worinnen man Prä- „parate aufbewahrt, müssen sehr hell, durchsichtig, und zugleich „stark seyn, damit man die enthaltenen Sachen genau durch sie „betrachten und ihre Farbe erkennen könne. Gemeiniglich pfle- „gen sie, weil sie rund sind, die enthaltenen Theile zu vergrös- „fern, und es ist nörhig, den Punct auszusuchen, von welchem „das Präparat mit dem Liquor und Glas einen Focum macht, „weil man alsdann aus diesem Brennpuncte das Präparat ge- „nauer betrachten, und ausserhalb dem Glase unsichtbare Theile „erkennen kann." Zudem ist es leichter, reine glaßerne Cylin- der, als Rhomboidal - Gefäße zu bekommen, weil diese leztere gewöhnlich eine sehr ungleiche Dike, und unebene Flächen haben, und dardurch nachtheilige optische Fehler veranlaßen. Jedoch wer einer Glaßhütte nahe wohnt, kann sich vielleicht auch solche rein und fehlerloß verschaffen. (5. Zusaz). Bei den Bestellungen der Gefäße auf einer Glaßhütte muß man die Arbeiter vorzüglich darauf aufmerksam machen, daß sie a) die reinste weiße Glaßmasse dazu nehmen, b) daß die Cylinder nicht an einer
Stelle
(5. ?usaz.) Die Formen der Glaser müssen sich nach den Präparaten richten- Z. B. zur Aufbewahrung von Membranen nimmt man am besten plattgedrükte Cylinder, oder Glaßer, die sehr breit, aber nicht dik sind, hiedurch spart man nicht nur Weingeist, sondern die Sache selbst wird sehr viel deutlicher,
Sg.