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machen, so setze ich eine Düte von Fließpapier in einen gläser­nen Trichter, fülle sie halb voll mit Kohlenpulver, und gieße den Weingeist zu wiederholtenmalen über das Pulver, indem ich immer einen Theil des Pulvers wieder herausnehme, und dage­gen frisches hineinlege. Das Hineinschütten des Kohlenpulvers muß mit Vorsicht geschehen, damit der aufsiiegende Kohlenstaub nicht in das untergefezte Gefäß fället. Bei dem ersten Auf­gießen gehet inuner etwas Kohlenstaub mit durch. Bei dem wiederholten Aufgießen bleiben aber auch die feinsten Stäubchen zurück und das filtrirte wird klar und hell. Auf diese Art habe ich den dunkelbraunsten Weingeist biß zur hellen Strohfarbe ge­bracht, und ihme den stinkenden Geruch fast ganz benommen. Er ist alsdann wenigstens zum ersten Aufgiessen auf die Prä­parate recht wohl tauglich. Hat man eine Quantität des auf solche Art gereinigten Weingeistes beisammen, so kann man ihn auch durch ein neues Abziehen tn gläscrnen oder zinnernen De- siillirgefäßen vollkommen reinigen.

L8) Das Aufgiessen von schwachem Weingeist widerhvlt man so lange, bis solcher nach mehreren Tagen noch ganz un, gefärbt, rein und lauter über dem Körper stehet. Ein grosser, schwammigter Körper, der lange in der Wässerung lag, über- sättiget den Weingeist öfter mit wässerigen Theilen, als ein kleiner, magerer, und es muß daher öfters frischer aufgegossen werden, wobey aber der abgegoffene, wie ich vorhin erwähnte,

keines