und läßt diesen so lange daran stehen, biß er von den noch ent­haltenen färbenden Theilen, von Schleim, Blut, Wasser rc. ge- sättiget und getrübt, ist, dann gießt man ihn wieder ab.

26) Ist der abgegoffene Weingeist von Wasser und faulen Saften allzuübersättiget, welches man daran erkennen kann, wenn sich der Weingeistgeruch ganz verlohren hat, und hat da­gegen der faule Geruch allzusehr überhand genommen, so ist das Abgegossene des Aufbewahrens nicht wehrt, die faule Gährung in demselben wird täglich mehr überhand nehmen, der kleine Ueberrest von geistigen Theilen wird sich vollends verlieren, und die daraus aufsteigende mephitische Luft kann der Gesundheit nachtheilig werden.

27) Hat hingegen das Abgegoßene einen hohen Grad von faulendem Geruch, aber der Weingeistgeruch schlägt doch vor, fo kann man ihm den stinkenden Geruch und das trübe farbigte Aussehen, auf folgende Art viel benehmen r Man gießt das Abgegoßene zuerst durch Löschpapier, damit das dikste aus ihm weggeschaft wird, alsdann siltrirt man es mehrmal durch fein gestoßenes Kohlenpulver. Ich laße mir zu dem Ende die frisch ausgeglühte Buchenkohlen von dem Küchenheerde zusammenlesen, von solchen mit einem Blasebalg die Asche rein abblafen, sie in einem metallenen Mörser klein stoßen, und verwahre diß Pulver in wohl verschlossenen gläsernen Gefäßen an einem trockenen Ort. Will ich getrübten, gefärbten und übelriechenden Weingeist rein

machen.