11) Zuweilen, wenn der Körper «och nicht lange Ln schwachem Weingeist gelegen hat, gelingt es durch eine mit Vor- sicht erregte faule Gährung, die länger als sonst gewöhnlich unterhalten wird, den grösesten Theil des stokeaden Bluts doch noch auszuziehen. Niemale« aber so, wie wann der Körper zuvor gar nicht in Weingeist gelegen war.
12) Freilich nicht alle Körper können ohne Schaben völlig ausgewäffert werden; daher wann viel Blut in einem zarten Körper stekt, so muß man es nur bis auf den Grad auslaugen, als man merkt, daß sich wesentliche Theile trennen, verändern
und
lerere erhält. Viermal habe ich den Fall gehabt, wo ich, ungeachtet mir die Leichname in weniger als 24 Stunden nach dem Tode gebracht wurden, dennoch mich genöthiget sah, nickt nur sogleich die Stücke mit Weingeist abzuwaschen, sondern auch vor der fei- nern Untersuchung eine Zeitlang in Weingeist liegen zu lassen, und solchen noch überdies nachher etlichemal abzugiessen.
Dasselbe war ich auch bei andern sphacelirten Theilen genöthigt zu thun, besonders im Sommer.
Ebendieses auch bei mehrern Mutter * Scheiden, oder Harns Blasen, Geschwüren (sogenannten Krebsen) die ich aufhebe.
Auch Stüke der Hirnmasse bringe ich gleich in Weingeist, nachdem ich ste bisweilen mit schlechtem Weingeist vorher ein wenig abgewaschen habe.
Hirne hingegen von zarten Embryonen bringe ich allemal sogleich in den atterstärksten Weingeist.
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