mal unmöglich ohne selbst Schöpfer zu feyn, einen organischen Körper auf irgend eine Weise so nachzuahmen, daß man alles daran fände, was nur immer für den Unterricht des Schülers am natürlichen Körper zu bemerken seyn möchte. Ich sähe die frappante Wachsbilder der Landgrafen mit ihren Gemahlinnen zu Cassel; ich sähe die von den lebenden Originalien abgebildete Wachsbüsten des grosen Münzgraveurs, Herrn Bückle's, zu Durchlach. Wie sprechend waren diese Bilder! Man glaubte wirklich auf den ersten Anblik man habe die Köpfe der Originalien senkrecht durchschnitten vor sich liegen. Nicht eine Blatternarbe, nicht die kleinste Furche noch Falte schien zu mangeln. Und doch wie unendlich weit von den Originalien sind solche Bilder entfernt, wenn mau jede einzelne Theile genau betrachtet!
bar fallen würde, alle große Sachen ganz aufzubehalten; kleine Sachen hingegen z. B. das Auge nachzuahmen, wird die Kunst wohl schwerlich jemals erreichen» 6) Da ich gefunden habe, daß bei aller Sorgfalt, die man sich beim Aufbewahren immer gab, dennoch manches frisch abgeformt besser, richtiger oder vollkommener den natürlichen Zustand darstellte, e) Da die natürliche Farbe solchen Abgüßen oft leicht gegeben werden kann, die im Weingeist zu erhalten unmöglich ist. Nur behaupte man nicht, daß diese Abgüße natürliche, frische besonders feine Präparate entbehrlich machen. Also nuze man diese Abformungen, wozu sie nuzen können, nur gehe man nicht zuweit.