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ohne manchmal ihre wahre Schönheit, Merkwürdigkeit und den belehrendsten Gegenstand entdekt, gefaßt und dargestellt zu haben.

Andere suchten die Natur durch Gips t und Wachs -- Ab/ güße so genau als möglich nachzuahmen; und wie weit man sich ihr hiedurch nähern könne, zeigt der kostbare Wachspräpara- tenschatz, welchen der grose Beschüzer der Chirurgie, der vere­wigte Kaiser Joseph der Zweite, seiner chirurgischen Pflanzfchule zu Wien verschaffte. Zmmittelst wollen doch Kenner diesen prächtigen Kunstwerken nicht denjenigen Werth für den Unter­richt zugestehen, welchen der Laie der Kunst ihnen aus Bewun­derung gewöhnlich beilegt; sondern sie zogen immerhin ein gut aufbewahrtes natürliches Präparat einem solchen künstlichen und geschmükten weit vor ( ister Zusaz). Es bleibt ein für alle- - . mal

(r. Zulaz.^ Ich glaube mau muß hier grobe Sachen von feinen unterscheiden. Z. B. die Lagen der Kinder im Uterus in Lebens­größe; große Geschwülste, Mißgeburten n. s. w. 3) Wo bloß die Enormität und grobe äusere Gestalt das merkwürdigste ist, und die Beschaffenheit der Substanz ans kleineren Beispielen ge­lernt, oder in kleineren Stücken gezeigt werden kann; da ist es sehr rathsam abznformen, und- in Wachs oder Gyps abgiefen zu lassen, b) Besonders da diese Abformungen den Vortheil haben, (weßwegen man sie auch wenigstens in England zuerst eknführte) daß man das Beispiel verfielfältigen kann, c) Da es gar zu kost.

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