§. 6 .

Der Herzbeutelsaft(l^i^uor?er!carä!t) dün- stet aus den feinen Arterien des Herzbeutels, und den Arterien der auswendigen Oberfläche des Herzens, wird aber beständig durch die Saugadern wieder weggeführt, sammelt sich nach dem Tode, wenn die Einsaugung aufhört, in eine gelbliche, selten röth- liche, etwas gerinnbares oder gallertartiges, kaum etwas salziges enthaltende Flüssigkeit an, die im na­türlichsten Falle wohl nur wenige Tropfen beträgt; Krankhaft wird er bisweilen bls zu einigen Pfunden vermehrt. *

Wird in hitzigen Krankheiten der feinere Theil dieses Saftes weggesaugt, so überzieht sein dickerer ^ Rest wie eine Milchhaut das Herz und seine innere Oberfläche, die bisweilen davon gleichsam warzig, oder gar flockig (haarig) aussieht; oder er klebt auch wohl den Herzbeutel mit dem Herzen widernatürlich zusammen, und macht, daß sie endlich vollkommen miteinander verwachsen 9 .

Bep der chemischen Zerlegung verhält sich der Herz­beutelsaft wie andere Säfte seiner Art: er liefert meist Wasser, nur sehr weniges festes Laugensalz und Erde.

tel beschreibt M. Baillie in den Transactions of * society for the Improvement of metl. et chir. know-

ledge. Lond. 1793. Art. 6. S. auch seine Anatomie des krankhaften Baues des menschlichen Körpers.

-) Cr. II. Eisen mann deliquorePericardii Argent.