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§. 5 *

Die Arterien des Herzbeutels sind feine Aestchen der Thymusarterien, der Arterien, die den Zwerchmuskelnerven begleiten, der Zwerchmuskelarte­rien, derLuftröhrenastearterien, der Schlundarterien, und Kranzarterien des Herzens. Sie verhalten sich wie Arterien anderer Membranen, und lassen sich in vordere, untere und hintere abtheilen.

Die Venen des Herzbeutels, die an den Arterien laufen, begeben sich in die gleichnamigen Venenstammchen.

Die Saugadern des Herzbeutels begeben sich in Saugaderdrüsen, die über der Aorte und oberen Hohlvene liegen.

Nerven hat der Herzbeutel nicht, denn ohnge- achtet einige, den großen Blutgefässen ungehörige, durch ihn dringen, und allemal der rechte und linke Zwerch­muskelnerve an ihn geheftet hinabsteigt; sah man doch nie ein Fädchen für den Herzbeutel von ihm abgehen <s. Nervenlehre §. 277.): er ist daher auch, wie Der- % suche an lebendigen Menschen und Thieren lehren, unempfindlich.

Selten fehlt der Herzbeutel ohne Nachtheil der

Gesundheit, als ein Fehler der Urbildung 8 .

daß fieitu Herzen gemeiniglich magerer und schlaffer sind, als große.

8) Einen znverlaßigen Fall von einem fehlenden Herzbeu-