8
Nach Krankheiten fand man ihn laugensalzartig, blaue Pfianzensäfte grün färben, und mit Säuren ^ aufbrausen.
Bisweilen fand man ihn faul; folglich konnte man ihn auch nicht wohl zum Gerinnen bringen.
Daher vermuthet man auch, daß er durch seine Schärfe das Herz entzündet.
In Gelbsüchtigen ist er goldgelb z .
§- 7 -
Der Nutzen des Herzbeutels ist: das Herz in seiner Lage eingeschränkt, und doch von allen Thei- len ringsum getrennt zu erhalten, die großen Gefäße zusammenzufassen, und durch das Ausdünsten und Einschließen seines Saftes das heftig sich bewegende warme Herz vor nachtheiliger Reibung zu schützen.
In lebendig geöffneten Thieren wird daher durch die Wegnahme dieses Beutels die Bewegung des Herzens sehr unregelmäßig. Thiere, welche keinen Zwerch- muskel haben, scheinen dafür einen dickeren Herzbeutel zu besitzen.
Der Herzbeutelsaft hindert die Verwachsung des Herzens mit dem Herzbeutel.
i) 1 . 6 . Moeller UsusPericardii, Corcüs ejusque vasa sanguifera Heidelbergae 1749.