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diese Anhänge des Herzbeutels gleichsam vier H ö r- ner, zwey vordere und zwey hintere, vor.

Bisweilen schickt der Herzbeutel Fortsätze längs den großen Blutgefäßen in die Lungen.

Von diesen Theilen erftreckt sich ferner der Herz- beutel als ein noch feinerer, zarterer, sehr fest aufs Herz durch Zellstoff gehefteter, auswendig sehr glatter dleberzug über das ganze Herz.

In dem Zellstoffe zwischen diesem Ueberzuge und dem Fleische des Herzens findet sich gemeiniglich, außer in äußerst magern Personen 4 , längs der Zweige der Kranzarterien des Herzens, Fett, häufigeres um die großen Stämme, sparsameres um die Aestchen 7 . f. 4-

Der eigentliche Herzbeutel ist eine aus weißem, dickem, dichtem und starkem Zellstoffe gewebte ein­fache Haut. Seine äußere Oberfläche ist rauh, wegen des Zellstoffs, der ihn mit dem Brustbeine, den Brust, fetten und dem Zwerchmuskel verbindet, und hin und wieder auch Fett aufnimmt. Seine innere, dem Her­zen zugewendete, Oberfläche ist glatt, und vom Herz­beutelsafte feucht und schlüpferig. Verhältnißmäßig zu seiner Dicke ist er weit fester als die Aorte, welche ein geringeres Gewicht nach dem Tode zerreißt.

. 6 ) Siehe meine Abhandlung vom Neger. Seite ?4 und 75.

7) Walter Memoires, de Berlin 1785. pag. 59. bemerkt.