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gröfste Breite befindet sich nicht an der Curvatura minor , sondern an der curvatura majori und der längste Durchmesser seiner Mün­dung erstreckt sich nicht von der rechten zur linken, sondern von der vordem zur hintern Magen-Fläche. Levelin gs*) Behaup­tung: i Siye Ventriculus apertus et in aquaßuitans, siveaere disten - tus, et exsiccatus lustretur, semper patebit, quod limbus, qui a cur - vatura minore in Cavum Ventricüli prominet , crassior et latior sitf in lateribus et in Curvatura majori autem tenuior et angustior evadaty kann daher wohl von der zweyten Figur, aber nicht von der dritten oder vierten gelten.

Bisweilen ist der Ring oder der Pförtner verhältnifsmäfsig zur Gröfse des Magens am breitesten, und seine Mündung zugleich arn Kleinsten (Fig. 4). Die Beschaffenheit der Breite des Ringes erscheint wie im dritten Falle, die Lage der Mündung dagegen wie im zweyten Falle5 vielleicht dafs diese Beschaffenheit schon einiger- maafsen zu einem krankhaften Zustande den Uebergang macht.

Zwischen diesen drey, oder vier, merklich von einander ver­schiedenen, Gestaltungen des Pförtners des Magens scheinen die übrigen vorkommenden Varietäten desselben füglich eingereiht wer­den zu können.

So grofs und so deutlich, wie hier in diesen vor uns liegen­den getrockneten Präparaten, zeigt sich aber keineswegs der Pfört­ner im frischen, natürlichen Zustande, sondern sehr viel enger, ja fast geschlossen.

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*) Biss, inaug . sistens Pylorum anatomico - physiologice consideratum. Argentorati, 17Ö4j wieder abgedrucht im dritten Bande des Sandifortschen Thesau­rus Disserlatiottum, pag , 261 §> VIII .

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