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der Normalbildung abgewichenen Zustand. Ich müfste mich sehr irren, wenn sie nicht, meistens, eine Wirkung der in so viel andern Hinsichten schädlichen Schnürleiber *), ganz besonders der sogenannten Planchette seyn sollte. Denn eine solche, nur einigermas- sen fest angelegte Planchette drückt gerade auf diese Mitte des Magens, dergestalt, dafs sie ihn gleichsam in jene zwey Hälften abtheilt. Diese hölzerne, fischbeinerne oder stählerne Planchette wirkt daher, wie jeder mechanische, auf irgend eine Stelle des lebendigen Darmkanals angebrachte Reitz dieselbe zur Zusaramen- ziehung oder Einschnürung bringt.
Dieses dürfte nun freylich um so mehr der Fall im weiblichen Körper seyn, als, wie ich ebenfalls schon in meiner Einge- weidlehre**) bemerkte, der weibliehe Magen, ohnehin, sich durch eine gewisse Länglichkeit von der gröfserenRundlichkeit des männlichen Magens zu unterscheiden pflegt. Gehörte aber eine solche Einschnürung des Magens zu seinem normalen Zustande, so müfste sich eine Anlage dazu, doch einigermaafsen wenigstens, schon in den Mägen der Kinder zeigen. Allein betrachten wir diese vor uns befindlichen Mägen von männlichen und weiblichen Kindern, so entdecken wir nichts, was irgend eine Anlage zu einer solchen Gestaltung verriethe, oder darauf nur hindeutete.
Eine dritte Bemerkung über den menschlichen Magen betrifft sein unteres Ende, oder seinen sogenannten Pförtner (Py-
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*) Siehe meine Preisschrift über die Schädlichkeit der Schnürbrüste. Leipzig 1788, oder die vermehrte Ausgabe, Berlin. 1793 .
**) 131> in so fern müfste G. J. Ackermanns DisSertatio de discrimine
* sexuum praeter Genitalia. Moguntiae 1788. Uebersetzt mit einer Vorrede und einigen Bemerkungen von Joseph Wenzel, Mainz 1788. §. 63» Intestinorum tractus nullum sexus discrimen ostendit ti abgeändert werden.