S. Tll. V. SoEMMERRING,
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Unterkiefer von einer so runden Keilform und von solcher Stärke besitzen, als wir bei keinem andern bekannten ähnlichen Thiere, selbst beim Löwen und Tiger nicht, antreffen 88 ), so kann ich umsoweniger zweifeln, die Ursache dieser Verletzung sey der Biss einer ihr gleichen Hyäne gewesen, da Cu vier und Buckland ausdrücklich dieselbe Meynung äussern.
Desshalb bemerkte auch Buckland an manchen, zu Kirkdale von ihm gefundenen, fossilen Knochen, wirklich solche Spuren, welche genau zu den Eckzähnen der dort gefundenen Hyänen passten, ja er fand mitunter selbst angenagte Hyänenknochen.
Durch Hrn van der Beeke Güte besitze ich eine Menge, wahrscheinlich von Hyänen angenagter und abgenagter vorweltlicher Knochen aus den Sundwiger Holen hei Iserlohn in Westphalen.
Da man in den Holen Hyänenknochen gemeiniglich mit Bärenknochen untermischt antrifft, so könnte man vielleicht vermuthen, dass unserer Hyäne der Kamm etwa von einem Bären abgebissen worden. Allein da nicht nur die ganze Form der Verletzung mehr dem kurzen stärkeren Gebisse einer Hyäne, als dem längeren schwächeren eines Bären entspricht, sondern es auch bekannt ist, dass Bären keine Knochen fressen, so bleibt die Wahrscheinlichkeit für eine Hyäne. Tigerknochen kommen doch in Müggendorf zu sparsam vor, als dass man einem Tiger diesen Biss zuschreiben sollte 8 ö). Auch machen ja nach Kämpfer die Hyänen bisweilen selbst den Löwen fliehen.
88) S. oben §. 7.
89) Hiermit stimmen Bucklands Bemerkungen S. 16. 35 und 1 43 . überein.