über die geheilte Verletzung eines fossilen Hyänen - Schedds. 4 * 1 * * * * * *

rung der übrigen Hirnschale, völlige Zerstörung des Gehirns und augenblietlichen Tod gar nicht denkbar scheint.

In der jetzigen Welt könnte man freilich als Ursache der Verletzung, einen Seitenschlag, oder Seitenhieb, oder Schuss vermuthen. Allein auch in der Vor weit?

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Nehme ich als ausgemachte, bekannte, naturgeschicht­liche Wahrheit von der Lebensart der Häynen an : dass die Hyänen sehr bissige Thiere sind; dass Hyänen sich selbst un­tereinander anfallen und auffressen 86 ); dass Hyänen vorzüg­lich nach Knochen lüstern scheinen; dass Hyänen unter allen reissenden Thieren zum Zerbeissen der Knochen das geeigent- ste Gebiss 8 ?), besonders dazu zwei Paar Zähne im Ober - und

86) Den von Buckla nd gesammelten Nachrichten zu Folge, tödten und fressen die dermalen lebenden Hyänen nicht nur einander, sondern nagen sich sogar selbst Gliedmassen ab, wovon er verschiedene Beispiele anführt. Doch thun diess auch andere Thiere. So sah ich seihst ein ungemein zahm gewesenes Eichhörn­chen, wie es mir schien, in den Schmerzen, die ihm ein gebrochenes Schienbein verursachte , sich den Schweif bis auf die Knochen zernagen. Der berühmte Reisende James Bruce geräth mit sich seihst in Widerspruch, wenn er (S. 115 . Travels to discover the Source of ihe Nile. Vol. V. Edinburgh 1790.) schreibt:

I imagine bis ( nämlich der gestreiften, von ihm abgebildeten Hyäne) primitive

jnanner of living was rather upon vegetables than upon flesh, und doch bald da­

rauf S. 119. erzählt, dass diese Hyänen ihm Maulesel, Esel und besonders Hunde

wegfrassen.

87) Die Stärke des Gebisses der Hyäne ist so gross, dass Buckland sie das Bein

eines Hundes auf einen Schnapp abbeissen sah, pag. 23 . Er beobachtete eine

Hyäne vom Kap genau beim Zerbeissen der Schenkelbeine von Rindern und fand, das^ die Gewalt ihrer Kinnladen bei weitem jede, ihm in dieser Art vorge-

komruene thierische Kraft übertrifft, pag 38 . Auch nach den Verfassern der Menagerie du Museum d J Hist. nat. par M. M. Lacepe de, Cuvier, Geoj- froy etc. Tome. I. Paris 1817. pag. 263. sind die Hyänen sehr starke Thiere, so dass sie selbst der grössten Hunde Meister werden: elles commencent toujours par leur couper les jambes avec les dents , avant de les etrangler ... et en ejfet lorsque Von considere la grandeur de ses dents et Vepaisseur des muscles de ses machoires , on juge que sa morsure doit ctre terrible.

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