über die geheilte Verletzung eines fossilen Hyänen-Schedels.

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Am Schlüsse meiner Abhandlung darf ich wohl den bei einer ähnlichen Gelegenheit 9°) schon Torgetragenen, bei der Betrachtung fossiler Thiere noch nicht hinreichend ausge­mittelten, folglich auch noch eines ferneren besonderen Nach­denkens würdigen Umstand wiederholen, nämlich:

warum von den fossilen Thieren der Vor­welt, ausser etwa den späteren, von einer leich­teren Erde gedeckten, gerade besonders die Köpfe, nicht nur zerschmettert, sondern zu­gleich in ihren Theilen yerschoben Vorkom­men?

Denn auch H. Buckland bemerkt ausdrücklich, wie ich 5. angeführt, dass er nicht einen Schedel unyersehrt in den Holen zu Kirkdale angetroffen habe.

Da es nun nicht füglich denkbar scheint, dass so arge Beschädigungen, als ich oben beschrieb, und welche unserm Hyänenschedel den Antlitztheil nebst den beiden Jochbogen zerstörten und raubten, bei der grossen Katastrophe auf un­serm Planeten durch ein Fortrollen desselben zwischen Stein- blÖcken oder Kieseln erfolgen konnte, ohne ihn vollends ganz und gar zu zermalmen, oder wenigstens einige Kennzeichen eines Fortrollens am Schedel zurückzulassen, so wird es eben dadurch auch um so wahrscheinlicher, dass unsere Hyäne in der Vorwelt, unfern des Ortes und der Stelle hauste, wo man den von mir geschilderten, eben sowohl durch die Grösse der Verletzung als die Vollkommenheit der

50) Im Sechsten Bande der Denkschriften der König]. Akademie der Wissenschaften zn München. 1820. S. 55 ,