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S. Th. V. S OEMMERRlNG,

Diese Gleichheit, liess sich zwar aus der völlig gleichen Structur der in Gebirgshölen anzutreffenden fossilen Thier­knochen schon a priori erwarten, indessen glaubte ich den­noch , dass es der Mühe wohl werth sey, dasselbe auch durch eigene angestellte Untersuchungen zu bewahrheiten, und so Hrn. O. B.B.. Nög gerat hs 85 ) Wunsche entgegen zu kommen.

Ursache der grossen Verletzung unseres Hyänen-

Schedels.

. §. m.

Ueber die Ursache der beschriebenen und abgebildeten, entsetzlichen Verletzung unseres Hyänen-Schedels hatte ich vielfältig nachgedacht, und sie mir nie anders vorstellen kön­nen, als dass solche, in jedem Falle, einer äusseren, dem Thier widerfahrenen grossen Gewalt zugeschrieben werden müsse.

Irgend einer inneren Ursache, z. B. einer Erweichung oder Schwärung diese Verunstaltung des Kammes zuzuschrei­ben , gestattet weder die feste, glatte, mit der gesunden Be­schaffenheit des ganzen übrigen Schedels aufs genauste über­einkommende Substanz, noch die eine sehr gewaltsame Ver­schiebung verrathende Gestalt dieser vernarbten Stelle.

§- 28 .

Ein Sturz des Thiers von einer Höhe auf den Kopf konnte eben so wenig die Ursache seyn, weil ein Sturz, dessen Ge­walt den durch ein starkes, dickes, borstiges Fell, und durch eine mächtige Fleischlage geschützten Kamm so entsetzlich zu zertrümmern vermochte, ohne gleichzeitige Zertrümme-

85) oben §. 2 v