über die geheilte Verletzung eines fossilen Iljänen-Schedels. < 29

sunder; zur Heilung sich anschickender Knochenstücke,- selbst sowohl, als aus ihrer Nachbarschaft, plastische Lymphe aus- schwizt, dass sie durch die entstehende exsudative und ad­häsive Entzündung erweicht werden, und dass sogenannte Fleichwärzehen mitten aus ihrer Substanz hervorkommen, lässt sich, sowohl im Leben, als auch nach dem Tode, durch anatomische Präparate augenscheinlich bewiesen.

Ganz offenbar sah ich aus der, durch aufgelegten Arse­nik von der Beinhaut gänzlich entblössten Substanz des Stirn­heins; schon am dritten Tage nach abgestossenem Brand­schorfe in der ergossenen plastischen Lymphe, Granulationen oder Fleischwärzchen hervorsprossen, die sich durch Ver­mehrung und Vergrösserung allmählig aneinander schlossen und hinnen 3 Monaten eine vollkommen dauerhafte Narbe bildeten.' Die rundliche Wundfläche dieser, mitten auf dem Stirnbein, auf solche Art, heilenden Stelle, betrug fast 9 Pa­riser Zoll im Durchmesser.

Denselben Heilungs - Process hatte ich Gelegenheit, auch an langen Knochen, und zwar bei kleineren Oberflächen, auch in weit kürzerer Zeit wahrzunehmen; z. ß. eine durch Am­putation entstandene Knochenfläche des Schenkelbeins be­narbte sich auf gleiche Weise vollkommen dauerhaft binnen 96 Tagen.

Dasselbe kann ich auch durch Präparate in Weingeist, sowohl an breiten als an langen und gemischten Knochen yorzeigen.

Diese Wärzchen oder Granulationen, welche das soge­nannte junge Fleisch ausmachen, bestehen, wie gut gera- thene Einsprützungen der Blutgef ässe mit einer Zinnober - masse und das Vergrösserungsglas beweisen, aus dichten Bü­scheln meist cylindrischer Blutgefässchen, und vermitteln, auf eine, dem lebenden Organismus eigene, noch dunkele Art,