S. Tll. V. SoEMMERRING,

endlich trennen, wie man häutig an Ribben und andern Kno­chen skorbu bischer, skrofulöser, rhachitischer und venerischer Personen antrifft , zeigen keine scharfen Ränder an den Bruch­enden, sondern eine knorpelige, mehr mit Knochenkörnchen als mit Knochenspitzchen untermischte Auftreibung.

Unter mehreren Beispielen von Knochenerweichung 6l ) bei Kindern im Mutterleibe, oder angeborner Knochenerwei­chung 6i ), besitze ich das Gerippe eines neugebohrnen Kindes, dessen sämmtliche Knochen an sogenannter angeborner Kno­chenerweichung litten. Eine aus dieser inneren Ursache ge? brochene Ribbe dieses Kindes zeigt deutlich das beschriebene krankhafte Ansehen an ihren Bruchenden.

Gesunde Knochen der Menschen und Thiere hingegen zeigen allemal, ohne Ausnahme, an den frisch gebrochenen Enden scharfe oder schneidende Ränder, wie man sich davon bei vorkommenden Fällen leicht durch den Augenschein überzeugen kann.

- § 19 .

Dass aus den scharfe Ränder habenden Bruchflächen ge?

61) Z. B. an mehreren Knochen des von Dr. Schneider zu Fulda, in den Anna­len der Wetterau'schen Gesellschaft, Band i. 1809. beschriebenen und abgebilde­ten Gerippes, welches sich jetzt in meiner Sammlung befindet, als den Ribben Schulterblättern, Becken-Knochen u. s. f.

An den Ribben, in Sandiforts Museum anat. Academiae Lugduno - Batavae. 1795. T. II. Tab. III.-, an den Schulter- und Becken-Knochen, besonders auch Tab. LIX. auf beiden Seiten.

Desgleichen an Ribben, I. C. Renard Ramollissement des os du tronc dune femme, avec des figures. . Mayence 1809. 4 *

An den Ribben, C. Wenzel von den Krankheiten am Rückgrathe. Bamberg i 8 a 4 - Fol. Tafel. I und IV.

62) Siehe meine Abildungen und Beschreibungen einiger Misgeburten. Mainz. 1791. Eilfte Tafel.