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über die geheilte Verletzung eines fossilen Hyänen - Schedels.

scharfen oder schneidenden Ränder der Knochenstücke durch Andrang von Feuchtigkeit erweicht und mittelst der Wirkung der Saugadern abgerundet,

2) .zugleich durch neuerzeugte, dem übrigen Knochen am

Ende der Heilung völlig gleichkommende Masse, und zwar

3) in möglichst geringer Menge wieder fest vereinigt werden.

Getrennte Knochenstücke, schrieb ich §. 47., werden also

im eigentlichen Verstände zusammen geleimt, indem ihre Ränder zu belebtem gefässreichem Leim erweichen, und zu­gleich um und zwischen sie belebter Leim (lympha plastica) ergossen wird, welcher hinnen wenigen Wochen vollkommen verknöchert.

Hieraus lässt sich die Abrundung der Narbe eines geheil­ten Knochens, welche das Ansehen hat, als wären die Kno­chenstücke zusammen geschmolzen, erklären.

Bildung des Callus.

$. 18 . 'o , noila*®.

Man darf nicht übersehen, dass ausdrücklich nur (ausser* der zufälligen Verletzung) übrigens gesunde Knochen hier" in Betrachtung kommen.

Krankhafte Knochen nämlich, denen eine trennende Ge­walt widerfährt, verhalten sich ganz anders als gesunde Kno­chen, z. B. durch Skorbut erweichte Knochen zeigen, wenn sie durch äussere Gewalt zerbrechen, weniger scharfe Ränder; vollends Knochen, welche bloss durch innere Ursachen, ohne äussere -Gewalt zerbrechen, oder eigentlicher zu sagen, Kno­chen, welche an einer oder an mehreren Stellen nach vor- gängiger, aus inneren Ursachen entstandener Erweichung sich